Funktionsweise und Einsatz des Objekts ForeignOrders


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Funktionsweise und Einsatz des Objekts ForeignOrders


Die Fremdaufträge werden zu dem berechneten oder definierten Zeitpunkt bei dem oder den Prozess-Objekten in die Auftragstabelle eingetragen. Der Auftrag bekommt eine hohe Priorität, sodaß er als nächster Fertigungsauftrag bearbeitet wird. Ein bereits in Bearbeitung befindlicher Auftrag wird nicht abgebrochen, sondern ganz normal zu Ende geführt. Erst dann wird der Fremdauftrag bearbeitet.

Für den Fremdauftrag wird in der Auftragstabelle als Produkt der Ausdruck Foreign eingetragen.

Bei einem Fremdauftrag werden keine Teile aus dem Inventory oder Supermarkt entnommen. Vielmehr wird auf dem Eingangspuffer des Process-Objekts ein Werkstückträger mit der Kapazität des Auftragsmenge erzeugt und die Produkte werden auf dem Werkstückträger erzeugt.

Die erzeugten Produkte tragen den Produktnamen Foreign. Dieses Produkt müssen Sie in der Definitionstabelle der Produkte definieren. Wenn Sie eine Rüstmatrix verwenden möchten, müssen Sie das Produkt Foreign auch in der Rüstmatrix berücksichtigen.

Die Produkte werden nach der Bearbeitung wieder gelöscht.

Im Beispiel unten ist das Objekt Process1 eine sogenannte geteilte Ressource, wird also von einer weiteren, hier nicht betrachteten Fertigungslinie mit Fertigungsaufträgen versorgt.

Wir haben folgende Werte in das Objekt ForeignOrders eingetragen:

Das bedeutet, montags, dienstags, mittwochs und donnerstags bekommt das Objekt Process1 die Fertigungsaufträge um 7 Uhr, 9 Uhr, 11 Uhr und 15 Uhr.

Bei den Fertigungsaufträgen wird ein Produkt mit dem Namen Foreign beauftragt.

Dieses Produkt müssen Sie demzufolge auch im Objekt Process1 definieren.

In dem zweiten Beispiel legen wir den prozentualen Anteil der Fremdaufträge fest.

Wir möchten 20 Prozent der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit des Process-Objekts für Fremdaufträge verwenden.

Zunächst wird die Arbeitszeit des Process-Objekts ermittelt. Wenn Sie einen Schichtkalender für das Process-Objekt eingetragen haben, wird dieser ebenfalls berücksichtigt. Aus dieser Arbeitszeit wird der Anteil für Fremdaufträge ermittelt. Über die Zykluszeit und die Losgröße des Produktes Foreign wird die Anzahl und der Menge der Fertigungsaufträge bestimmt. Aufgrund der Losgröße von 10 und der Mindestauftragsmenge von 15 ergeben sich in dem dargestellten Beispiel Auftragsmengen von 20.

Die so berechneten Fertigungsaufträge werden gleichmäßig über die Arbeitszeit des Process-Objekts verteilt.

Sie können das Objekt ForeignOrders durchaus mit mehreren Process-Objekten verbinden, so wie unten gezeigt.

Dabei können die Process-Objekte auch unterschiedlichen Schichtkalendern zugeordnet sein.